Die Schwalben
Foto: Pixabay
Die Schwalben halten zwitschernd
hoch auf dem Turme Rat;
die Ält'ste spricht bedenklich:
"Der Herbst hat sich genaht."
Foto: Pixabay
Schon färben sich die Blätter,
die Felder werden leer;
bald tanzt kein einzig Mücklein
im Strahl der Sonne mehr.
Foto: Pixabay
"Seid ihr zur Reise fertig?"
Die Alten zwitschern: "Ja!"
Die Jungen fragen lustig:
"Wohin?" - "Nach Afrika!"
Foto: Pixabay
Nun schwirrt es durch die Lüfte,
verlassen ist das Nest;
doch alle hält die Liebe
an ihrer Heimat fest.
Foto: Pixabay
Wohl ist's viel hundert Meilen
von hier bis Afrika;
doch, kommt der Sommer wieder,
sind auch die Schwalben da.
Autor: Julius Karl Reinhold Sturm (1816-1896)
Einer der bedeutendsten Dichter der Spätromantik.
Foto: Pixabay
Epilog
Der deutsche Autor Julius Sturm gibt in seinem Gedicht
die Auf- und Umbruchstimmung des Herbstes wieder.
Bei der ersten Blattverfärbung, die den Herbst ankündigt,
verfolgen die Schwalben in Deutschland nur ein Ziel:
ihre Reise in südliche Gefilde anzutreten.
Julius Sturm lässt die Schwalben in einem Dialog auftreten,
in welchem die "Ältesten" den "Jüngsten" den jährlich
wiederkehrenden Ablauf ihrer Wanderung erklären.
Doch bleiben sie dabei stets ihrer Heimat treu, denn
"kommt der Sommer wieder, sind auch die Schwalben wieder da."
Text: Carolin Eberhardt
Foto: Pixabay
Wir wissen bei Regen, dass die Sonne wieder scheinen wird.
Wir wissen bei Dunkelheit, dass es wieder hell wird
und beim Fallen der Bätter, dass es wieder blühen wird.
Alle Ereignisse der Erde machen uns deutlich,
dass nichts von Dauer ist und Fröhlichkeit stets folgen wird.
~Esragül Schönast~
In diesem Sinne wünsche ich allen lieben Besucherinnen & Besuchern
eine wunderschöne und besinnliche Herbstzeit :)!






















