Schneeglöckchen
Und ich sage euch,
keine Siegespalme, kein Baum der Erkenntnis, kein Ruhmeslorbeer,
ist schöner als dieser weiße zarte Kelch am blassen Stengel,
der im frostigen Boden schaukelt.
Karel Cabek (1890-1928)
Lichtmess-Glöckchen
Schneeglöckchen als Sinnbild der Reinheit und des nahenden Frühlings
auf den Altar der Kirche zu streuen - darauf beziehen sich sein Volksname
Lichtmess-Glöckchen.
Schneeglöckchen
Der Schnee, der gestern noch in Flöckchen
Vom Himmel fiel
Hängt nun heut geronnen als Glöckchen
Am zarten Stiel.
Schneeglöckchen läutet, was bedeutet's
Im stillen Hain?
O komm geschwind! Im Haine läutet's
Den Frühling ein.
O kommt, ihr Blätter, Blüt' und Blume,
Die ihr noch träumt,
All zu des Frühlings Heiligtume!
Kommt ungesäumt!
Friedrich Rückert (1788-1866)
(vertont von Robert Alexander Schumann)
Foto: Pixabay
Das Frühlingstheater...
Dass die Erde inwendig noch munter ist,
seh ich zu meiner Freude an den Schneeglöckchen und den Krokus.
Die Schneeglöckchen,
ohne Furcht vor der grimmigen Kälte,
spitzen fleissig nach oben.
Sie müssen sich tummeln,
dass sie fertig sind,
eh das Gesträuch überher Blätter kriegt
und ihnen die Sonne benimmt.
Das Frühlingstheater wäre also auch wieder mal eröffnet.
Wilhelm Busch (1832-1908)
Foto: Pixabay
Mit diesem lustigen Gedicht von Wilhelm Busch
beende ich nun meinen Frühlings-Schneeglöckchen-Post.
Nu ja, bis Ostern dauerts ja noch 'ne ganze Weile.
Aber freuen wir uns doch jetzt schon darauf... :-)
Allen lieben Besuchern wünsche ich
schöne und gesunde Vorfrühlingstage.
~
Betr.: Bildrechte
An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei allen unbekannten
Fotografinnen & Fotografen von Pixabay für ihre schönen Fotos,
welche ich zur Ausschmückung meines Blogs verwenden konnte.
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