Dienstag, 29. Mai 2018
Gedicht zum Thema: Miteinander
Aus stillen Fenstern
Wie oft wirst du gesehn
Aus stillen Fenstern,
Von denen du nichts weißt...
Durch wieviel Menschengeist
Magst du gespenstern,
Nur so im Gehn...
~Christian Morgenstern~ (1871-1914)
Foto: pixabay.de
Sinndeutung des Gedichts
Hier wird die Ich-Perspektive aufgebrochen
und eine Perspektive angeboten,
die erschreckend oder erhebend ist,
denn selbst wenn man nicht zu sein scheint,
ist man mehr als man meint.
Quelle: Unterm Lyrikmond
Foto: pixabay.de
Naturgesetzlich gesehen
Durch diese Fenster wird keiner mehr gesehen.
Gesehen in einer vom Krieg zerstörten Stadt.
Foto: pixabay.de
Das Gedicht "Aus stillen Fenstern" von Christian Morgenstern
gefällt mir & ich hoffe, dass es Euch ebenso gefällt. :)
~
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Moin Gerda,
AntwortenLöschenmorgens um halb 6 Uhr interessiert gewiss niemand mein Anblick, dann bin ich auf Jagd im Garten. Manch einer mag denken: die ist nicht ganz richtig im Kopf, könnte noch schön schlafen...
Und ich - fühle mich erwischt...
Ich sehe Natur, Hunde, Katzen und Vögel.
Menschen nehme ich selten optisch wahr, in den Gedanken schon, doch auch nur einen kleinen Kreis.
Das Fenster zur eigenen Seele offenbart Abgründe ;).
LG Kelly
Hey liebe Kelly,
AntwortenLöschendanke, dass du mich besucht hast :).
Als Frühaufsteherin bist du halt eine Lerche und ich bin eher eine Eule. Heute habe ich meine innere Uhr mal etwas ausgtrickst und bin zeitiger als gewöhnlich aufgestanden.
Der Grund dafür ist, dass ich meinen Einkauf, wegen der Mittagshitze, in den noch kühleren Morgenstunden erledigen wollte. Es hat auch ganz gut geklappt.
*Lach* - Wegen dem Fenster zur eigenen Seele, hab ich quasi ein schönes Zitat von Francoise Sagan gefunden:
"Aus einem tiefen Weltschmerz reißt uns zuweilen sehr wohltätig ein kleines Alltagsärgernis." Hihi, damit fühl ich mich angesprochen und du vielleicht auch ;).
Wünsch dir, trotz Gewitterwarnung, einen schönen letzten Maientag!
Herzlichst - Gerda