Mittwoch, 31. Mai 2017



                                                                Pfingsten!





          Pfingsten! Ein Wort, das seinen Zauber auf das menschliche Gemüt üben wird,
               so lange noch ein Baum blüht, eine Lerche schmetternd in die Lüfte steigt
                                  und ein klarer Frühlingsmorgen über uns lacht.
            Ein Wort, dessen Klang selbst unter der härtesten Eiskruste des Egoismus,
     unter dem Schnee des Alters und in dem Herzen, das in Leid und Kummer erstarrt ist,
                                  noch ein Echo von Lenzeslust erwecken kann.

                                          Eugenie Marlitt (1825-1887)

                                                            

                                                             Pfingstfeier





                                                  Am liebsten vor den Toren
                                                  Bring ich mein Pfingsten zu,
                                                  In ein Gefild verloren
                                                  Voll sommerlicher Ruh'.
                                                  Wenn ferne Glocken spielen
                                                 Und alles um mich schweigt
                                                  Da mein' ich wohl zu fühlen
                                                  den Geist, der niedersteigt.

                                          Friedrich Hermann Frey (1839-1911)



                                                         Pfingstbestellung






                                               Ein Pfingstgedichtchen will heraus
                                                       Ins Freie, ins Kühne
                                              So treibt es mich aus meinem Haus
                                                      Ins Neue, ins Grüne.





                                              Wenn sich der Himmel grau bezieht,
                                                Mich stört's nicht im geringsten.
                                                  Wer meine weiße Hose sieht,
                                                Der merkt doch: Es ist Pfingsten.






                                                  Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,
                                                       Wie Hühner Eier legen ,
                                                Und gehe festlich und geschmückt
                                                       Pfingstochse meinetwegen
                                                         Dem Honorar entgegen.

                                                   Joachim Ringelnatz (1883-1934)






 

                          Frohe und besinnliche Pfingsttage wünsche ich Dir!











                                                                               ~















        

Donnerstag, 25. Mai 2017




                                                       Pablo Neruda





            Pablo Neruda (1904-1973), war ein chilenischer Dichter und Schiftsteller, der sich
           vor allem gegen den Faschismus in seinem Heimatland und in Spanien einsetzte. 
                                           1971 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. 

                                                                  ~

          Sein plötzlicher Tod ist seit Jahren ein Mysterium: Nun erklärt die chilenische 
         Regierung, dass der Dichter Pablo Neruda wohl ermordet wurde - laut
         Untersuchungen wurde in seinem Organismus ein giftiges Bakterium gefunden.

                                                                  ~

         Von seinen einhundert schönsten und bedeutendsten Gedichten habe ich mir das 
                              schöne Gedicht "Dein Lachen" ausgewählt.

                                                               
                                                               




Dein Lachen

Nimm mir das Brot weg, wenn du
es willst, nimm mir die Luft weg,
aber laß mir dein Lachen.
Laß mir die Rosenblüte,
den Spritzstrahl, den du versprühst,,
dieses Wasser, das plötzlich
aufschießt in deiner Freude,
die jähe Pflanzenwoge,
in der du selbst zur Welt kommst.

Mein Kampf ist hart, und manchmal
komme ich heim mit müden
Augen, weil ich die Welt
gesehn, die sich nicht ändert,
doch kaum trete ich ein,
steigt dein Lachen zum Himmel,
sucht nach mir und erschließt mir
alle Türen des Lebens.

Meine Liebe, auch in der
dunkelsten Stunde laß dein 
Lachen aufsprühn, und siehst du
plötzlich mein Blut als Pfütze 
auf den Steinen der Straße,
so lache, denn dein Lachen
wird meinen Händen wie ein
frisch erglänzendes Schwert sein.

Und am herbstlichen Meer
soll deines Lachens Sturzflut
gischtend himmelwärts steigen,
und im Frühling, du Liebe,
wünsche ich mir dein Lachen
als Blüte, lang erwartet
blaue Blume, die Rose
meines klingenden Landes.

Lache über die Nacht,
über den Tag, über den Mond,
lache über die krummen
Gassen unserer Insel,
lache über den Burschen,
den Tolpatsch, der dich liebt,
aber wenn ich die Augen
öffne, wenn ich sie schließe,
wenn meine Schritte fortgehn,
wenn sie dann wiederkommen,
nimm mir das Brot, die Luft,
nimm mir das Licht, den Frühling,
aber niemals dein Lachen,
denn sonst würde ich sterben.

~Pablo Neruda~ 







An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank  Bloggerin Astrid.
Ihr stets interessanter Blog "Le monde de Kitchi"  hat mich dazu
inspiriert ein Liebesgedicht zu veröffentlichen.
 Und dazu habe ich das sehr lyrische & ergreifende
Liebesgedicht von Pablo Neruda ausgewählt.


~

















 


Samstag, 13. Mai 2017





                                            

                                                   Das Leben ist ein Geschenk





                       Nimm dir Zeit, um zu träumen; das ist der Weg zu den Sternen.

(Aus Irland)






               Glück ist wie ein  scheues Reh - wenn man ihm hinterherjagt, erreicht man es 
               nicht - wenn man schon nicht mehr mit ihm gerechnet hat, ist es plötzlich da.

                                   -Helmut Glasl (*1950), Thüringer Aphoristiker





                              Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist König.
                                   
                                                                Volksgut 





                                               Alle guten Werke sind nur möglich,
                                               weil das Herz keine Vernunft kennt.

                                                     Karl Heinrich Waggerl
                                   
                         
                                       




                                 Der eine sieht nur Bäume - Probleme dicht an dicht.
                                  Der andere Zwischenräume - und das Licht. 
                                                     
                                                  (Verfasser unbekannt)
                                            

        





 Wir sind ein Stück weit auch für das Verhalten
des anderen verantwortlich. 
Wir können in ihm Leben oder Tod hervorlocken,
das Gute oder das Böse.
 
Anselm Grün






Denn ich schulde meinen Träumen noch Leben.
 
(Verfasser unbekannt) 

~
 

 An dieser Stelle möchte ich allen, die meinen Blog besucht haben, den Rat von Esragül Schönast empfehlen:

 Bevorzuge von Zeit zu Zeit einen Liegestuhl statt eines Bürostuhls, ein
mitreißendes Buch statt des vollen Kalenders, hoffnungsvolle Gedanken
statt an Problemen festzuhalten und siehe wie kraftvoll du neu starten wirst.


~